1. Ausrüstung 

Gestartet wir in der vollständigen feuerwehrtechnischen Schutzausrüstung, welche in der Form für den Innenangriff zugelassen sein muss. Grundlage ist hier die in Deutschland gültige DIN EN, jedoch sind auch vergleichbare Normen anderer Länder zugelassen.  

Getragen werden muss zudem ein angeschlossenes Atemschutzgerät inkl. Vollmaske.  

Die Ausrüstung muss während der Kompletten Wettkampfzeit getragen werden und darf nicht abgelegt werden. 

Gestartet werden muss im Einzelnen mit: 

  • Feuerwehr-Einsatzstiefeln nach DIN EN 15090 
  • Einsatzjacke und Hose nach DIN EN 469 (z.b. NOMEXÒ, PBI, …)  
  • Brandschutz-Einsatzhandschuh nach DIN EN 659 
  • Feuerwehrhelm nach EN433 
  • Atemschutzmaske (Vollgesichtsmaske) und angeschlossenes Behältergerät nach EN136 und EN137 

  Abweichend zu der üblichen Schutzausrüstung kann auf die Flammschutzhaube verzichtet werden. Des Weiteren können am Helm vorhandene Nackenleder oder „Hollandtücher“ abgenommen werden. 

Die Schutzausrüstung muss so angelegt werden, dass kein Teil der Ausrüstung verloren gehen kann. Verliert der Teilnehmende im Wettkampf Teile der Ausrüstung, so muss diese unverzüglich wieder aufgenommen werden bevor der Wettkampf vorgesetzt wird. Die beinhaltet neben der PSA auch Gegenstände wie u.a. Kopfhörer, Helmkameras, Sonnenbrillen, Keile und weitere Dinge die mitgeführt werden. Sollte der Wettkampf trotz verlorener Gegenstände fortgesetzt werden, so führt dies zur Disqualifikation. Mögliche Fragen sind vor dem Start mit den Schiedsrichtern zu klären.  

Die Ausrüstung wird vor dem Start kontrolliert. Sollte es fraglich sein, ob die Ausrüstung die entsprechenden Normen erfüllt, so muss der Teilnehmende den hierfür entsprechenden Nachweis erbringen.  

  1. Stationen  

Alle Stationen sind nacheinander und ohne Unterbrechung zu absolvieren. Eine zwischenzeitliche Abnahme des Atemschutzgerätes ist nicht erlaubt.  

-Station 1: 

Gestartet wird auf das akustische Signal des Schiedsrichters an der Startlinie. Das 19 kg schwere Schlauchpaket liegt ca. 2 m hinter der Startlinie, und muss nach dem Start aufgenommen werden. Kommt es zu einem Fehlstart bekommt der Teilnehmende hierfür 5 Strafsekunden. Das Schlauchpaket muss über die gesamte Distanz von ca. 70 m getragen werden. Am Ende muss das Schlauchpaket vollständig in der dafür vorgesehenen Maskierung abgelegt werden. Wenn das Schlauchpaket nicht vollständig auf der entsprechenden Ablage liegt, gibt es 5 Strafsekunden. Fehlt jeglicher Kontakt vom Schlauchpaket zum markierten ablageplatz, so führt dies zur Disqualifikation. 

  • Station 2:  

Der Teilnehmende nimmt den Dummy auf (Übungspuppe 90 kg von RuthLee) und zieht diese rückwärts ins Ziel. Das ziehen erfolgt wahlweise im Rautekgriff, im Achselschleppgriff oder mit der Brustumklammerung von hinten.
Desweiteren ist es möglich als Hilfsmittel die bereitgestellte Bandschlinge (40cm) zu nutzen. Eigens mitgebrachte Bandschlingen sind nicht gestattet. Die Bandschlinge liegt neben der Puppe bereit und muss vom Wettkämpfer selbst korrekt angebracht werden. Die Nutzung der Bandschlinge ist nur auf diese eine Art erlaubt: Bandschlinge zwischen den Achseln der Puppe über den Brustkorb gelegt und als Griffhilfe für den Wettkämpfer. Eine andere Art und Weise der Nutzung führt zur Disqualifizierung. Die Bandschlinge darf im Zielbereich der Station 2 (Dummyziehen) auf oder am Dummy liegen bleiben. Die Bandschlinge darf aber nicht außerhalb des markierten Bereiches liegen. Liegt die Bandschlinge nicht im markierten Bereich werden 5 Strafsekunden verteilt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin: Ihr könnt die, von uns gestellte, Bandschlinge benutzen. Müsst es aber nicht. Das Tragen der Puppe ist nicht erlaubt. Auch ist es verboten, die Puppe an der Kleidung, den Armen oder an den Beinen zu ziehen. Mit der nächsten Station darf erst begonnen werden, wenn der Dummy vollständig über die Linie gezogen wurde.

  • Station 3: 

An der dritten Station muss ein ca. 50 kg schweres Gewicht mit einem 4 kg schweren Hammer über eine Distanz von 1,5 m getrieben werden. Hierfür stellt sich der Teilnehmer mit beiden Füßen auf die davor vorgesehenen Trittstufen der Hammerschlagmaschine (HSM). Das Betreten der Gleitfläche ist nicht erlaubt. Das Gewicht darf Ausschließlich mit dem Hammerkopf berührt werden. Um Fehlschläge zu erkennen, ist der Stiel mit druckempfindlichem Klebeband beklebt. Die Station ist beendet, wenn die entsprechende Markierung unter dem Gewicht zu sehen ist. Zudem gibt es einen mündlichen Hinweis vom Schiedsrichter. Wenn das Gewicht nicht bis zur Markierung geschlagen wurde gibt es je angefangene 2 cm die fehlen 2 Strafsekunden. Fehlen mehr als 10 cm bis zum Ziel gilt die Station als nicht beendet, was zur Disqualifikation führt.  

Im Anschluss muss der Hammer in einem dafür vorgesehenen Feld (1×1 m) abgelegt werden. Der Hammer muss vollständig innerhalb der Markierung zu liegen kommen. Liegt der Hammer nicht vollständig in dem Feld, so gibt es 2 Strafsekunden, liegt der Hammer komplett außerhalb der Markierung werden 5 Strafsekunden fällig. Verliert der Teilnehmende die Kontrolle über den Hammer, sodass dieser unkontrolliert durch die Gegend fliegt, führt dies zur Disqualifikation. 

  • Station 4:  

Die 4. Station besteht darin, bereits zusammengekuppelte B-Schläuche inkl. Strahlrohr über eine Distanz von 40 m zu ziehen. Hierfür liegen bereits am Start 2 x 2 B-Schläuche zusammengekuppelt in Buchten an der Startlinie der Station. Die Station ist beendet, wenn beide Strahlrohre mit der Kupplung über der Ziellinie sind. Wichtig ist hierbei noch, dass die Strahlrohre auf dem Teppich der eigenen Wettkampfbahn zu liegen kommen. Liegen die Strahlrohre neben dem Teppich, so gibt es je Strahlrohr 5 Strafsekunden. Berührt ein Strahlrohr die eigene Ziellinie, so gibt es je Vorfall 2 Strafsekunden. Liegt ein Strahlrohr so auf der gegnerischen Bahn, dass en den Dortigen Starter behindert, so führ dies zur Disqualifikation. Gleiches passiert, wenn eins oder beide Strahlrohre nicht die Ziellinie berühren.    

  • Station 5:  

Das Gesamtziel des Wettkampfes befindet sich im 6 OG des Dockland Gebäudes. Hierfür müssen die Teilnehmenden die Außentreppe des Gebäudes bezwingen. Die eingezeichneten Laufwege vor der Treppe sind einzuhalten. Bei Abweichungen ohne Behinderung des Gegners gibt es 5 Strafsekunden. Auf der Treppe muss der Läufer/ die Läuferin die jeweilig vergebene Seite beibehalten. Im Ziel wird die Zeit mittels Buzzer gestoppt. Diese müssen im Ziel von den Teilnehmenden selbst gedrückt werden. Geschieht dies nicht, so gibt es 2 Strafsekunden. Zusätzlich wird die Zeit manuell von den Schiedsrichtern gestoppt.   

Der Nachzielbereich und Erholungsbereich befinden sich auf der Dachterrasse im 7 OG. Der Zielbereich ist schnellstmöglich wieder zu räumen.  

  1. Regeln 

Es dürfen nur aktive Feuerwehrleute starten (Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr, Bundeswehrfeuerwehr, Betriebs- und Werkfeuerwehr) 

Beim Einzelstart absolviert jeder Teilnehmer/in die Wettkampfstationen alleine. Dabei darf dieser von niemanden unterstützt werden.  

Der Einzelstart erfolgt mit angeschlossenem Atemschutzgerät. Somit muss jeder Starter eine abgeschlossene Atemschutzausbildung genossen haben und über die entsprechende Eignung G26.3 verfügen. Letztere kann durch den Veranstalter am Wettkampftag Stichprobenartig kontrolliert werden. In jedem Fall unterschreibt der Teilnehmende aber für dessen Besitz am Wettkampftag.  

Jeder Teilnehmer/in ist für die Teilnahme am Wettkampf selbst verantwortlich. 

Der Schiedsrichter kann die Teilnahme am Wettkampf untersagen, wenn dieses gesundheitliche Bedenken hat oder der Teilnehmende alkoholisiert ist.  

  1. Zeitstrafen    
 Vergehen Zeitstrafe 
Fehlstart 5 sec. 
Schlauchpaket nicht komplett im Feld 5 sec. 
Pylon am Wendepunkt umgefallen 2 sec. 
Puppe falsch gezogen 5 sec. 
Verlassen der Bahn mit Dummy beim ziehen 5 sec. 
Fehlschlag Hammerschlagmaschine (je Vorfall) 2 sec. 
Gewicht HSM nicht im Ziel (je angefangene 2 cm, max. 10 cm) 2 sec. 
Hammer nicht vollständig im Feld 2 sec. 
Hammer ohne Kontakt zu Feld 5 sec. 
10 Strahlrohr auf der Ziellinie (je Vorfall) 2 sec. 
11 Strahlrohr außerhalb der Bahn (je Vorfall) 5 sec. 
12 Laufweg nicht eingehalten 5 sec. 
13 Buzzer im Ziel nicht gedrückt 2 sec. 
14 Betreten der anderen Wettkampfbahn (auch Begleitung) 10 sec.  
15Bandschlinge außerhalb des Feldes5 sec.
  1. Disqualifikation  
  • Nicht angetreten 
  • Falsche Wettkampfkleidung  
  • Auslassen einer Station 
  • Nicht Beenden einer Station  
  • Verlassen der Wettkampfbahn  
  • Unsportliches Verhalten  
  • Behinderung der anderen Wettkampfbahn (selbst o. durch die Begleitung) 
  • Unbefugter auf der Bahn 
  • Zeit über 6 Minuten 
  • Atemschutzflasche leer 
  • Betreten der Gleitfläche auf der Hammerschlagmaschine  
  • Verlust von Ausrüstung
  • Zerstörung von Wettkampfmaterial  
  • Dummy werfen oder schlagen 
  • Falsches Benutzen der Bandschlinge
  1. Wertungsklassen  
Männer bis 30 Jahre 
M30 Männer 30 bis 40 Jahre 
M40 Männer ab 40 Jahre 
Frauen